Räuber, Burgen, Blogger, Größenwahn #fbm17 4. Tag

Es ward Abend und es wurde Morgen, der 4. Tag.
(Alle Artikel zur Frankfurter Buchmesse 2017 gibt es hier!)
Eigentlich wollte ich bei den Publikumstagen nicht #lustbuchen. Aber ich wollte unbedingt einmal diesen Burgenblogger sehen, ich hatte mich dereinst ja auch einmal beworben. Also noch einmal mit der Bahn gen Frankfurt, via Weinheim, wo sie gar absonderliche Ansagen am Bahnsteig machen. Es wird Zeit, dass der Umbau am Bahnhof fertig wird. Ich war müde, müde vom wandern, aber die geheime Zusatzenergie aus dem Warp half. So viele Punkte hatte ich gar nicht auf der Liste. Wenn ich schon einmal da war wollte ich dem Ex-Räubervorsitzenden Helmut Orpel lauschen, man las ja schon zusammen. Irgendwann muss ich das Buch einmal lesen, schließlich geht es um den Pfalz-Müncher Carl Theodor und der Protagonist fährt öfter mit der 5 von Mannheim nach Heidelberg. Ein Kunstkrimi!

Lesung auf der #fbm17

Helmut Orpel liest auf der #fbm17

Mitstreiter bei vielen #spätlesen Bernd Ernting war auch da und nach meinen Blogberichten will er jetzt auch bloggen. Es grassiert, sage ich euch!
Denn: Auch der Größenwahnverlag lud zum Bloggertreffen!
Stand des Größenwahnverlags auf der #fbm17

Hey, die verlegen sogar Lyrik und veranstalten Schreibwettbewerbe. Der Verlag betreibt auch ein Blog im Aufbau und für die künftigen Blog-Autor*innen war dieser Bloggerempfang wohl gedacht. Ganz bekam ich das nicht mit, zwei Autorinnen waren anwesend, der Verleger war herzlich und so ganz verstand er den Kram mit den Blogs nicht, aber er war schon interessiert, wegen der PR und so. Man wollte von der Offenbacher Lyriknacht des Verlags berichten oder doch von der Kriminacht der unabhängigen Verlage? Wer weiß, wer weiß. Egal, so als Frankfurter Verlag gab es Stöffsche im Gerippte und doch, war ganz nett an dem kleinen Stand.
Bloggerspeise beim Größenwahnverlag auf der #fbm17

Die Aktionen fanden alle in Halle 3.1 statt, in unmittelbarer Nähe zueinander. H + G. So trabte ich zwischen den Events bei den Kulinarikern vorbei und es gab Riesling, klar. Übrigens Weinblogs gibt es fast so viele wie Buchblogs! Die jungen Wilden der Generation Riesling schenkten ein. Riesling=Leitrebsorte, schreiben sie. Also Leitrebsorte gefällt mir viel besser, als diese Leitkultur!
Weinbuchmesse #fbm17

Der hochedle Börsenverein veranstaltet nicht nur Bloggerawards (Blogger muss überall auftauchen, gell!) sondern hat auch Töchter und eine davon veranstaltet mit den ISBN_Vertickern livro. Titel aus Klein- und Selbstverlagen auf der Frankfurter Buchmesse. Traurig und alleine stehen die Bücher dort herum, kein Frauchen oder Herrchen kümmert sich um sie. Ich blättert in einigen herum, damit sich die 98 Ocken ohne MwSt, den der Service pro Buch kostet sich wenigsten dem Scheine nach rentiert.
Titel aus Klein- und Selbstverlagen auf der Frankfurter Buchmesse 2017

Aber dann:
Timo Stein liest für seinen augenblicklichen Arbeitgeber.

Endlich ein Blogger, der nicht über das Bloggen erzählte, sondern aus dem Burgenblogger-Blog las. Seine Texte sind sehr literarisch, ein ganz eigener Stil. Er war leicht nervös, schien mir, als Journalist liest man ja eher selten seine Texte vor. Ich las bei diesem 3. Burgenblogger besonders gerne mit. War alles vom Feinsten, immer von Menschen am Mittelrhein. Sein Besuch in der Pfalz, wo die Gläser wirklich voll gemacht werden, war spitze! (Wobei das mit den vollen Gläsern technisch bedingt ist! Eigentlich sind diese Gläser für die sonst üblichen 0,2 l bzw. 0,4 l gebaut. In der trotzigen Pfalz gibt es aber nur echte 1/4 und Schoppen – 0,25 bzw. 0,5 l- ! Also sitzt der Eichstrich ziemlich weit oben und das Glas muss voll gegossen werden.)
Wir hielten noch ein kleines Schwätzchen, über das #siffgate und so weiter. Nett war das. Nicht über Riesling, obwohl der im Mittelrheintal auch wächst.
Timo Stein als Burgenblogger auf der #fbm17

Dann suchte ich die Cosplayer, fand hunderte auf der Agora, die vollkommen friedlich mit ihren Pseudowaffen spielten und ihre Fantasy lebten. Wann endlich kommt ein Theater auf die Idee und lädt zu einem Zauberflöten-Cosplay ein? Da kämen wirklich mal Junge und stellt Euch das im Gestühl vor! Ha!

Links oben im Bild ist mein Wurstfinger vor dem Kameraloch des Huawei. Man stellt übrigens dem Computerspiel „Final Fantasy 15“ nach und war sehr bereit sich fotohandieren zu lassen und zu bebloggen!

Cosplayer „Final Fantasy 15“ auf der #fbm15

Es gab überall Schlangen. Vor dem Signierfeld, vor den Getränkeständen, vor den Essenständen über all Schlangen, auch vor der Rolltreppe zur Halle 4.1. Ich drehte um und wollte lieber am Main noch #flusswandeln und dort ist die Zeil zum shoppen und Schoppen auch nah.

Das ersparte mir mit anzusehen zu müssen, wie die AFD und Konsorten braune Brühe vergoss und man sich prügelte. Ich hasse das und die Messe hat Fehler gemacht, viele. Wir werden alle nachdenken müssen, wie wir überrascht auf den Schwachsinn reagieren wollen und müssen. Ich sage meist meinen Spruch, widerspreche sanft, auf dass meine Umgebung das auch hört. Wenn diese Personen dann aber beginnen mich zu provozieren gehe ich einfach. Keine Aufmerksamkeit! Wie Veranstalter damit umgehen sollen weiß ich aber auch nicht richtig. Auf jeden Fall lass ich mir nichts kaputt reden. Ich erlebte eine schöne, angenehme Messe, mit vielen Begegnungen, die paar Hanseln ändern das nicht.

So. Ob ich das nochmal mache? Akkreditierung spieleblogge? Wer weiß.

Es war ein strahlender Tag noch am Main…

#flusswandeln am Main im Oktober 2017
Das wird wohl mein nächster Ausflug an den Main sein, vielleicht sogar twitternd!

Irgendwann auch da:

Blogger, Awards und #sunflowers auf der #fbm17 (Tag 3)

(Alle Artikel zur Frankfurter Buchmesse 2017 gibt es hier!)
Wisst ihr noch, wie sie uns früher abwatschten, die hohen Herren von der Hochkültür? „Wer liest schon diese Internettagebücher?“ Hier vom SWR2. Gebloggt 2008: „SWR1 powert Lyrik, wow!“ Und heute? Heutzutage vergibt der hochehrwürdige Börsenverein des deutschen Buchhandels (oder wer auch immer da kooperiert) den

Banner des „Buchblogawards 2017“ am Stand des Börsenvereins #fbm17

(Mindestens 10000 Zeichen gestrichen, wegen Opa erzählt vom Krieg. Mein erster Award-Besuch bei der Buchmesse war wg. DTV/T-Online „literatur.digital“ Den ich natürlich nicht gewann… „Wir bedanken uns, dass sie Literatur benutzen“. Digitale Literatur… Haha. Von der Homepage-Award-Dramatik um 2000 will ich gar nicht bloggen.. Egal, weiter 2017..)
Das war eine fröhliche Veranstaltung. Man mag sich in der Buchbloggerszene, herzt sich, freut sich, eine echte Community, so scheint es.
Publikum beim Buchbloggeraward 2017

Moderiert von der wohl inzwischen unvermeidlichen Frau Frohmann wurde das flott durchgezogen. Felicitas von Lovenberg, Ex-FAZ-Frau und jetzige Piperchefin als Promi in der Jury und am Micro, sie war nie überheblich, sagt sie, gegenüber Bloggern. Nun ja. Bei der FAZ? Wenn sie es sagt. In diesen unseren Kreisen darf man gerne mit dem Smartphone auch auf Bühnen. Ich mag das!
Von Links… Frau Frohmann, und die Jury. Frank Frinks, der #fbm17 Pressemensch, @pinkfisch, Frau von Lovenberg.

Die unvermeidliche „Shortlist“ wurde vorgestellt. Wer hat das Literatur-Cafe da hineingemogelet? Die bloggen doch fast nur über Amazons Kindle? Wir werden das Cafe wiedersehen in diesem Artikel! Und dann, die Buchbloggergemeinschaft besteht gefühlt 112% aus Frauen, ratet mal.. es gewannen zwei Männer! Es darf in der Szene zwar jede, auch über Livestile oder romantische Liebesromane bloggen, gell, aber so als Preis… Sorry, ich kenne die Blogs nicht, maße mir kein Urteil an. Es fiel nur auf und nicht nur mir.
Es gewann:
Kaffehaussitzer Blogvorstellung

Uwe Kalkowski ich werde das Blog erforschen. Wir werden Uwe noch begegnen in diesem Beitrag.
Der Gewinner des Buchbloggerawards 2017 fbm17 Uwe Kalkowski mit @pinkfish

Grundsätzlich beginnt das Marketing der Branche die Blogger zu entdecken. Der neueste große Shize, ich traue dem nicht… Die Abfrage „Blogger“ auf der Messe-Website ergibt drölfzig Einträge!
Screenshot der Webpage der Buchmesse Frankfurt.

Mögen sie sich mögen in Ewigkeit! Wir werden sehen. Nein, nein, ich doch nicht, ich bin kein Buchblogger oder Literaturblogger. Ich blogge nur so vor mich hin. Als ob es nur Literatur gäbe…
Weiter…weiter…weiter
Natürlich gibt es nicht nur einen Bloggeraward. Es gibt ja noch den Blogbuster im Orbanismspace. Gehört der Frau Frohmann & Partner. Der Orbanism. Was auch immer das bedeuten soll. Ich lese als alter Sack da immer was mit Orgasmus, sorry. Und wer oder was diese Blogbuster sind erschließt sich mir auch nach Studium der Website nicht wirklich. Aber sie vergeben den Preis der Literaturblogger, den Blugbuster. Eine gute Idee! Man belatschere einen Verlag und Denis Scheck als Promi in eine Jury, die eingesandte Manuskripte sichtet und bewertet. Als Hauptpreis: Ein Autorenvertrag eines Verlages. Wow und trotzdem….
Banner Panel „Blogbuster“ #fbm17

Wer sitzt da als Blogger mit in der Jury? Yepp.. Der Awardwinning Uwe.
Jury & mehr beim Blogbuster #fbm17
Die Vernetzung groß ist bei der Bloggerei!
Für das nächste Buch, bei einem neuen Verlag sucht Denis Scheck Texte wie die des neuen Nobelpreisträgers, mit Drachen und Ritter, aber neu und radikal oder wer-wie-Kafka. Alle anderen auch frische, neue, innovative Texte. Das Literaturcafe ist neu in der Jury, gnädigerweise und bellt im besten Sonntagsanzug seine Kriterien ins Mikro: Kein Prolog und sell und dies nicht, sonst werde man nicht weiterlesen. Alles im schwäbischen Charme eines Daimler-Auditors für ISO 2001.
Ich stand noch eine Weile vor diesem Stand in Halle 4.1 und fragte mich ob mir das gefällt. Ich weiß es bis jetzt nicht. Sollen sie doch machen, die Jungen. Ich bekam nicht mehr viel mit, bei der Blogger Zukunft. Ich bin ja auch eher Vergangenheit. Man lasse sich das auf der Zunge vergehen: „Blogger future place“. Agentur-Deutsch at its best, oder so.
Panel auf Orbanism-Space #fbm17

Ich lief noch ein wenig und entdeckte tatsächlich Künstlerbücher und dann:
Auf der Buchmesse. Und DIE sind innovativ!
Ihr erinnert euch an die Aktion #sunflowerslive? Die bräsigen Reaktionen der SZ, der Zeit & Co und meine Wut?
Die Sonnenblumen kann man da in 4.2 der Buchmesse via VR in 3D sehen..

Dame mit VR-Brille am Stand des Van Gogh Museums Amsterdam auf der Buchmesse Frankfurt 2017

Man sah da tatsächlich 5 der Van Gogh Sonnenblumen in einem virtuellen Museum! Ein Selfieautomat hatten sie auch. Mit eMail-Anschluss.


Wir sprachen noch über die FB-Live-Aktion, die negativen Reaktionen der Kültür-Gazetten kannten sie gar nicht.

Meckerte ich noch am Mittwoch, dass nur Google die Arts macht, aber hey, in Darmstadt gibt es die Musego, die Software für Museen anbietet um so etwas selbst zu machen! Ein Clouddienstleister aus Deutschland! Was es alles gibt. Könnte man das vielleicht für die Buchbranche auch…nein… da ist die Heidelberger Druck dagegen. :)) Ha, die kooperieren mit dem Städel in Frankfurt, kein Wunder!

Und wer ist um die Ecke?

PR-Auftritt des Städelmuseums auf der Buchmesse Frankfurt 2017

Darf natürlich auch nicht fehlen, die Schirn, digital natürlich! „O-Ton: Haben wir uns nicht schon auf dem Social Meeting gesehen?“ „Sie haben doch ein Blog“„. Man liest mich. Bloggerelations, sie habe es.
Lernt von den Museen, in der Buchbranche. Ich weiß, die sind öffentlich mitfinanziert. Trotzdem. Ihr könntet lernen.

Vom Städel erhielt ich ein Bändchen. Auch dort kannte man meinen Namen. „Können Sie ja beim Social Meeting mitbringen. Das wird doch ausgelost! Na dann viel Glück.“ Sind ja auch Blogger!

Mit Twittertippfehler:

Hab ich jetzt. Muss los zum 4. Tag.

#buchwandeln #fbm17 (Tag 2)

(Alle Artikel zur Frankfurter Buchmesse 2017 gibt es hier!)
Ein ruhiges Bahnfahren war das heute zur Buchmesse. Über Weinheim. Kein Gewusel, fast meditativ dreinblickende Mitfahrer*innen, der Odenwald in voller Herbstfarbe, die Weinblätter in den Wingerten der badischen, wie hessischen Bergstraße in Würde ergelbt. Nur das Zugfenster war zu schmutzig für ein Bild. Kaiserwetter in der gleichnamigen Straße. Ein Flieger verbreitet Fluglärm, so will es das Gesetz. Die Kolosse der wankenden Banken singen der Sonne böse Lieder, fast keine Wolken gibt es tief genug zum kratzen. Kurz überlege ich die Messe zu schwänzen und statt dessen der Promenadologie zu frönen, in Nizza am Main. Ist nicht Frankreich Gastland? Aber Messeblogger kneifen nicht! Der Gott der Akkreditierten könnte zürnen und alle Bücher schwärzen. Welch ein Jammer das wäre.

Kaiserstraße , hinter dem Haupt und Bahnhof.

Ich flanierte heute. Ich hörte geistig Sarastros heilige Hallen. Mit Kopfhörer wollte ich dennoch nicht #buchwandeln. In Halle 4.1 wiederum angesetzt. Bücher soweit das Auge reicht. Wer soll die alle lesen? Wie komme ich dazu auch noch etwas schreiben zu wollen? Und! Auf der Buchmesse sieht man ja nur neue Bücher, fast. Im Antiquariat war ich nicht. Fast das gleiche Staunen wie beim Anblick der Rebenmeere in der Pfalz oder Rheinhessen, wer soll das alles trinken. Obwohl, bemerkte ich bereits, dass es auf der Messe keine Weißherbstschorle gibt? Was soll ich dort? Wenigstens Schdöffsche is available. Man hört viel englisch in diesen Tagen auf der Agora.
Apfelweinstand auf der Frankfurter Buchmesse mit Werbe-Bembel vor dem Bleistift.

Wieder ging ich Randthemen erforschen. Ich weiß nie in welches Buch ich die Nase stecken sollte, es sind zu viele da..
Ich wollte „THEARTS+“ bewundern und erwartete Text&Bild, wie in der Wortschau oder Künstlerbücher, wie auf der Minipressenmesse.
Aber in Frankfurt ist alles groß. Die Buzzwords grabbeln umher. „The mebers of the boards“ residieren!
Betitelung eines Panals auf der Buchmesse Frankfurt 2017

Wen traf ich dann als erstes? Wieder ein Global Player. Ich liebe Google Arts&Culture! Dennoch, wieder das Silicon Valley!
Google Arts&Culture Präsentation auf der Frankfurter Buchnesse 2017. Natürlich live. Die hatten Netz!

Sehen so die Museen der Zukunft aus? Irgendwann in 3D? So könnte man übrigens eBooks präsentieren, liebe Verlage mit signiertem Exemplar zum Download.

Wann traut sich Google sein Google Books so auf der Messe zu präsentieren? Heidelberger Professoren könnten dann endlich wieder fazen und keifen…. Wir scannen die Welt! Auf den Servern, den Museen, in den Bibliotheken. Eigentlich finde ich es gut, aber was machen die damit im Silicon Valley?
Eigentlich eine tolle Sache, aber… Es macht halt sonst niemand. Die deutschen Verleger grölen lieber nach einem Leistungsschutzrecht. Schade eigentlich. In der Ukraine lächeln leise die Hacker.
Screenshot von Google Books. „Im weltweit umfassendsten Index für Volltextbücher suchen“

Wenigstens der Druckladen des Gutenbergmuseums weiß, wie die Welt sich dreht und druckt. Ihr erinnert euch, als wir dort lasen, das erste mal. Ministerpräsidenten wahlkämpften!
Gutenbergmuseum Mainz auf der #fbm17

Aber hey! Auf Orbanism Space startet die Revolution! Mit Selfpublishing, klar.
Plakat zu einem Panel auf Orbanism Space (Klick ins Bild zur Website)

Und man versorgt die Welt mit Strom für die Eierfons… :))
Strom für hungrige digitale Geräte im Stand von Orbanism Space. Kommet alle und ladet Euch,!

Immer wieder Treffen mit alten Bekannten. Hier Twilhelmine samt Herrchen.
Twilhelmine aus dem Ei!

Marlene war nicht da… :((

Dazwischen schon WIEDER!

Aber auch! Noch ein global Player! Von der Messe gesponsert. Keine Standmiete. Brockhaus war nicht da! 🙂 Sehr interessant. Wir sprachen über CCC und den Rechtstreit mit dem Mannheimer REM!

Wikipedia auf der #fbm17

Das Gastland! Fronkreisch! Wohl von Ikea inspiriert. Regale, Regale, Regale.

Aber mit Ideen, die man in Schland vergebens sucht!
Es gibt dort „Digitale Literatur“ Im Regal!

VR-Selfie im französischen „Digitalen Räumchen“ #fbm17

Ich habe vergessen ein Messeselfie mit Dagmar zu machen! Morgen dann.

Dafür mit Dirk, der das Litcamp Heidelberg als Family in die hessischen Literaturlande trug!

Dirk Weltz und das Literaturcamp Heidelberg!

Heidelberg? Der RE nach da führte via Weinheim. Ich hatte genug…

Bis morgen!

Die Krake, Buchhändler und die Blogger

(Alle Artikel zur Frankfurter Buchmesse 2017 gibt es hier!)

Also dann!

Ohne Umstände wurde ich dieses Jahr bei der Frankfurter Buchmesse als Blogger akkreditiert, also behandelt, wie das allgemeine Pressewesen. Ich habe vor jeden Tag dorthin zu fahren und zu gucken. Ich war schon lange nicht mehr während der Fachbesuchertage da. Immer wieder auffallend die Anzug- und Kostümdichte. Zumeist alles in Schwarz, äh, wie ich auch! Im Gegensatz zu den 90iger Jahren fehlt heutzutage der Rollkragenpulli unterm Jacket. Eine entspannte Atmosphäre allenthalben. Kann es sein, dass weniger Besucher da waren? Mir würde es ja fast reichen mich in eine Ecke zu setzen und die vorbeiziehenden Massen zu beobachten. Menschenwatch und dabei schreiben oder träumen. Aber wir Blogger müssen ja unseren Eintritt verdienen, gell! Ich streunte zunächst durch die Hallen, Tarek Al Wazir und Dercon verpasste ich, weil der Regionalexpress wegen Dingen im Gleis ausfiel. Per ICE zum Fernbahnhof und die Wanderung durch die Glasfluchten des Fraport zu den Regiogleisen der S-Bahnen…

Wie fast immer zog es mich zu den Selfpublishern zuerst.

Meine erste (Publisher)Liebe in diesem Bereich aus 2001 ging ja in die Insolvenz, warum auch immer. Der Stand fehlt mir. Es sind weniger Haifischverlage da, finde ich, was gut ist.
Neu für mich: Tolino Media. Also eBooks hochladen zu den Shops von Weltbild, Hugendubel, Thalia, Meine Buchhandlung, buecher.de und mehr. Nun ja. Mal ansehen. Ob das dann auch in den Shops lokaler Buchhandlungen auftauchen kann? Ich werde das nochmal erforschen! Auf jeden Fall gab ich reichlich Feedback zum Tolino und eReadern im Allgemeinen und der Software darauf. Epub muss endlich überholt werden!

Am Tolino-Stand bei den Selfpublishern.

Noch protzt Libri-BoD mit dem höchsten Stand.
Stand von BoD/Libri

Aber die Krake ist auch da! Die Stände der Amazone werden immer größer…
Stand von Amazon auf der Buchmesse Frankfurt 2017

Sie vergeben sogar einen Award! Fleißig unterstützt vom Literaturcafe.de. Ich weiß nicht ob ich da hingehen soll. Es geht nicht mehr allein um Selfpublishing.
Flyer am Amazon-Stand

Amazon tritt auch als Verlag auf, mit allem und Lektorat. „Wir kennen die Lesegwohnheiten unserer Kunden und können daher gezielt und langfristig die Titel unserer Autoren vorstellen!“ Kunden die…
Selbstbewusst wird das Verlagsangebot vor zahlreichem Publikum präsentiert!
Amazon stellt sein Verlagsprogramm auf der #fbm17 vor.

„Wir sind ja Buchhändler und Verlag zugleich!“ O-Ton Cheflektor in Schland. Ich denke ich werde demnächst meine Autorenseite dort killen, samt Angeboten. Bald werden sie Autoren einstellen, die Bücher produzieren, schein-angestellt. ich weiß, sowas gibt es schon lange. Perry Rodan grüßt Atlan und so.

Dann die Gegenveranstaltung dazu!

Ich traf Twitteratis dort, wie schon sonst in den Gängen, beschäftigt und hastend zumeist. Hier waren sie (auch) auf dem Podium.
Ich weiß auch nicht, so wie die Probanden dort auch. Manchmal gibt es da was. Und eigentlich ist das alles eine Blase, aber das müsste nicht so sein… Nun ja. Man tastet. Man will lokale Dealer stärken, also Buchhandlungen. Aber am Stand der Buchhändlinger 🙂 gab es kein Netz, die Blogger konnten ihre Folien nicht zeigen. Mein Gott, wer macht heute sowas auf einen Stick? Ehrlich jetzt. Und so zeigt das Word-Gedingse auf dem Monitor, als schnelle Alternative geschrieben den Zustand der Buchhandelsneuland. Das lag aber nicht an den Bloggern vor Ort…

Entstehung einer Word-Folie zum Podium „Blogger und Buchhändler als Partner“

Es ist traurig im Kontrast zum Amazonending oben, aber ich bewundere Menschen, die trotzdem so etwas machen und fröhlich Buchhandlungen suchen und betrietzen! Ich komme wieder zum nächsten Panal.
Eine Idee hätte ich noch! Wibke ließ sowas schon anklingen! Vielleicht hülfe es uns nicht nicht in Schubladen zu stecken, wir Blogger gehen in Museen, ins Theater, sind politisch, kaufen viele Dinge, auch Bücher, hören Musik. Ein fröhlicher Mix wäre von Nöten und sagt nicht Kulturblogger zu mir. :))

Denn: Wibke (@sinnundverstand) hatte ihre NTM-Tasche dabei! Wir bekamen sie beim #grooveup! Im Theater. 🙂

Mannheim? Genau, nix wie heim, morgen ist wieder ein Messetag. Gen Hause hatte die Bahn dann nur +35, wegen Überholungen…. #seufz

Die berühmten Laufbänder der Messe Frankfurt. Heimwärts gesehen.

Bis morgen!

Isch bimms, Alda

vong Schobbe do
Dude kreisch
von Rissling hä

Mä bimms vong
1 Grönsche Nice ischkeit
vong Gräffche 1 Könniging
in Dubbe im Woi

Vong Palz zu Wohl
Isch bimms de Könniging
isch liewelsch dä
vong Bumbe hä

Alda mä gehn Kerwe
vong Woifeschd hä
Mä bimms donze mit Scholle
Kisselscha vong dä zu mä

Blickkultur

Mit der Kultur war das früher einfach! Man orderte z.B. einen Balthasar Neumann, der einen Hochaltar baute. Da hatte man während der Messe seinen #kultblick! Mehr brauchte der einfache Christenmensch nicht. Siehe das obige Bild aus dem Wormser Dom.
Später taufte der Papst den Bau als Basilika Minor und stellte sein Umbraculum (ganz rechts unten) auf. Seit der Säkularisation ist der Begriff unschärfer geworden, so unscharf, wie das Bild. Was es auf einmal alles gab! Die Herrscher teilten tatsächlich Kunst, Theater, Parks, et Cetera, mit dem gewöhnlichen Volk. Es gab sogar Museen! Für das Volk!.
(Streicht aus dem Posting zwölfzigtausend Zeilen. Was ich jetzt alles über Kultur zu sagen hätte und überhaupt, denn dies soll ja MEINEN Kulturblick beschreiben, denn:)

Screenshot des Archäologischen Museums Hamburg (Klick ins Bild, um zur Auslobung zu gelangen)

Dies ist ein Beitrag zur Blogparade „Verloren und wiedergefunden , mein Kulturblick“ des Archäologischen Museums Hamburg. Sorry, der #hashtag fehlt! #kultblick.

Archäologie, Museum, gesucht, gefunden? Hatte ich doch schon mal was. 🙂 Das Museum selbst fand ich erst, als mir Fastnachter halfen… in Mainz natürlich. Also Tipp: Gut kennzeichnen, Euer Museum.

Eingang zum Isis Heiligtum in der Römerpassage Mainz
Eingang zum Isis Heiligtum in der Römerpassage Mainz

Zur Story geht es hier: Isis, Mater, Leitkultur. Wer hat den Domschatz geklaut?
Das war mein Format Weihnachtsmarkt plus, 2016! Das heißt ich versuche Dinge zu kombinieren, gerade um mich herum, altbekanntes zu betrachten, den #kultblick zu schärfen, zum Beispiel Weihnachtsmarkt mit einem Museumsbesuch zu verbinden. Was in den Städten mit Kaiserdom bestens gelingt. Sie liegen bei mir mehr oder weniger vor den Füßen! Meine letzte Kombi war Park, Museum, Weinfest, alles mit der Straßenbahn, an einem Tag!


Aber warum die Frage nach dem #kultblick? Gibt es nicht genügend professionelle Angebote, im Print, online, von Funk, Gazetten, Fernsehen?

Screenshots verschiedener Kulturnachrichten,

Wobei… Ich schrieb das ja extra schon vorab und muss hier nicht noch einmal draufhauen.
Warum geifert ihr nur so, ihr Gazetten…
Aber so sind ja nicht alle… Journalismus steht eben für den „Jour“, den Tag, ist vergänglich, wurde  früher zum Salat einpacken benutzt, der Print, am Tag danach. Wie oft denkt man dann: „Oh, da hätte ich ja auch..da müsste man mal, Mist schon vorbei“. Natürlich nutze ich diese Art der Berichterstattung. Wobei ich mich in einer anderen Blogparade bitter beschwerte, dass es bei uns keine Stadtzeitung mehr gibt. „Tennisbloggen , alla hopp!“ Mit Tanja Praske. Uups. Genau.
Damit kommen wir zum Thema „Gab es jemanden, der deine Neugierde für Kulturelles geweckt hat? Und wie informierst Du dich über Neuigkeiten?“

Ich informiere mich am liebsten via Twitter oder Facebook und liebe es zu interagieren. Tatsächlich bekam ich von den beiden „Macherinnen“ dieser Blogparade entscheidende Impulse. Als ich in Rente ging, suchte ich nach neuen Möglichkeiten die Tage zu verbringen. Ich tanzte schon eine Weile um das Theater herum, bashte. Dabei hatte ich früher (Amateur-)Theater gemacht, geschrieben.

Regieplan „Singe beim Babbln“ 1983

Jetzt aber lud das Theater Heilbronn zum Tweetup! Federführend dabei Katrin Schröder (nun von hier, dem Archäologischen Museum) aka @SchroederKatrin, damals in Heilbronn beschäftigt. Wochenlang auf Twitter dafür geworben, war ich dabei und bloggte darüber. „#relup Ein Tweetup in Heilbronn“.

Tweetup im Theater. Musste ich hin. Ich konnte mir nicht vorstellen, was die Gagamusik von Satie mit SpOn-Texten zu tun hätte und was das alles für ein Theater sei. Aber hei! Twitter! Wie lange schon wollte ich schon Twittertheater machen. Aus dem Theater hab‘ ich schon getwittert. Da frag ich nicht groß.

Mein damaliger Twitteravatar war übrigens ein Bild aus jenem „Singe beim Babbln“, ich als „König der Nacht“. #hüstel

Das lies mich zurückfinden zu meiner verlorenen Liebe „Theater“. Dieses mein Blog ist voll davon. Ich bin dankbar dafür und siehe Twitter wirkt!
Tanja Praske stellte dereinst mit den Kulturkonsorten die App für den Park Schloss Nymphenburg vor und lud mich ein, das gleiche in Schwetzingen zu tun.

Das verbloggte ich dann als „Die Gärten des Carl Theodor #lustwandeln“. Schwetzingen, hier um die Ecke, wurde wie die (englischen) Gärten und Parks in München von Friedrich Ludwig Sckell geplant im Auftrag seines Chefs Carl Theodor, der Herr über die Pfalz und später auch Bayern. Ich lernte dabei, dass diese Parks mehr sind als Staffage für mich, um darin Lyrik zu schreiben. Ich „sammle“ inzwischen Orte, an denen Sckell auch wirkte und Parks erschuf, auch das blogge ich, allerdings auf #burger. Mein #kultblick hatte sich stark erweitert.
Jetzt wisst ihr, warum ich hier mitbloggen musste! 🙂
Zwei weitere Aktionen regten mich sehr an. Wieder Online-Aktionen. Auch als Tipp zur Nachahmung! Mein Blickwinkel, mein #kultblick wurde wiederum erweitert. Crossover House und Klassik. Superflu und Orchester des Nationaltheaters Mannheim.


Diese unselige Trennung zwischen U und E in Deutschland scheint sich auch in Schland aufzulösen. Und Barbara Volkwein aka @ucation ist Schuld.
Im Blog liest sich das so: „Super Flu – was? Aber Hallo! #grooveup“
Da begegneten sich im ältesten kommunalen Theater in Deutschland Oper- und Clubszene, Menschen sahen eine Opernbühne das erste mal. Und ohne Social-Media Aktion wäre ich nie im Leben hingegangen, hätte es wahrscheinlich nicht wahr genommen . Jetzt warte ich auf den neuen Gig im Oktober.

Ich fahre nachher zur #spätlese17. Eine offene Lesebühne, wie es sie viele gibt. (Manchmal mach‘ ich mir Kultur einfach selbst 🙂 )

Während der Lesung, aufgenommen von Angela Wendt, danke!

Seit einiger Zeit findet sie im Theater Felina-Areal statt, einem Theater der freien Szene. Dadurch kam ich in Berührung mit der freien Szene, vor allem der professionellen freien Tanzszene. Ein Gewinn. Ich bloggte das hier. Man sieht: Partizipation wirkt!

Etwas neu finden lassen, bzw. neu denken lassen hat mich die Aktion #wirziehnfallera der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe und der Herbergsmütter. Ich erwähnte das näher im Geifer-Post. Sie wurde in dem Zeit-Artikel nämlich direkt angegriffen. Sie hat mich sensiblisiert noch mehr auf meine Umgebung zu achten, sie neu zu bewerten, Wert zu schätzen. Die Kunst im Alltag zu suchen, zu finden, die Alltagskunst, den Alltag als und mit Kunst zu gestalten und der Kunstbegriff ist da sehr weit zu sehen. Aus Gründen bin ich dabei kochen neu wieder zu lernen, tagtäglich. Ich empfinde dies z.B. angeregt durch die Aktion als Kultur!

Ich könnte noch viel mehr erwähnen, erzählen, aber lest doch in einer anderen Blogparade, was ich diesen Sommer tat.
Als der Sommer 17 wurde.

Das war’s. Verloren und wiedergefunden. Und was ist mit nie gehabt? Sollte ich mir nicht von den Kulturinstitutionen etwas wünschen? Nun. Es gibt einen (Groß-)Teil der Menschen, die nie mit „institutioneller Kultur“ in Berührung kamen, egal wo sie oder oihre Eltern geboren wurden. Viele davon gehen jetzt in Rente, wenn erst die Babyboomer in den „Ruhestand“ gehen sind das Legionen. Findet ihr einen Weg sie zu euch zu locken, ihnen vermitteln zu können, das all diese Pracht auch für sie da ist, nur auf sie wartet? Das man das erleben kann ohne studiert zu haben? Findet ihr Worte, Aktionen, Antworten für sie? Hhhm, ich hätte eine Idee! Redet ihr nicht dauernd von Influenzern und meint damit Youtube-Stars? Gilt bei den Jungen bestimmt und bei den Babyboomern, den neuen Alten? Wie wäre es mit Radio? Nein, nicht den Kulturradios, den Radios mit den 60, 0, 80iger Songs? Mit den Schlager Radios? Nein nicht die Fischer im Städel, aber die Radios selbst. Ich traf im Odenwald eine Frau, die bestimmt etwas dazu weiß. Nur so als Tipp. Hinaus in die Welt, zu den Menschen. „Kunst, Twitter und der Odenwald“.

Ach ja, schreibt irgendwer einmal einen Wettbewerb für Agenturen aus, die einen Ersatz für das Wort „Kultureinrichtung“ finden sollen?

Warum geifert ihr nur so, ihr Gazetten…

…wenn es um Social Media im Museum & Co geht? Ich verstehe es nicht. Letzthin mokierte sich die Süddeutsche über die Sonnenblumenaktion der Pinakotheken & Co, dabei war das eine tolle Aktion, über drei Kontinente hinweg. Gerade wieder die Zeit. Larissa Kikol schleudert uns ihre ganze Verachtung entgegen, die wir anders sind als sie. (Oh, sie studierte bei dem Banalisierungs Ullrich?)
(Ich weiß das ist Pauschalismus, den ihr nicht verdient habt, vergebt mir, aber ich liebe das Wort, ich habe es gerade erfunden.)
Ist das wirklich nur der gewöhnliche Kunsthistorikerrassismus mit dem frau die Smartphone-Plebs aus den Tempeln der Kunst vertreiben will, wie weiland jemand die Händler aus dem Tempel, die Aura als Heiligenschein-Tiara auf dem Haupte tragend, oder steckt da mehr dahinter? Warum? Meine Achseln zucken. Wer weiß?
Also, es begann wie fast immer auf Twitter. Die Radisch-Zeit twitterte genüsslich den Link. Barbara teilte ihn und ich antwortete.

Wie jetzt? Hey, die meinen mich! Das Städel, die Staatliche Kunsthalle in Karlsruhe und deren Online-Community. Ob da wohl Zeitleser dabei sind?

Aber ich merke, ignorieren hilft nicht. Ich muss mehr tun, damit der Widersinn sich weiter entwickeln kann, der Teufel, also der Belezbub, äh ja, zu was war ich einmal Obermessdiener!
(Als Sünder im gleichnamigen Rock rufe ich kniend und laut, erwarte keine Vergebung:)

Confiteor Deo omnipotenti,
beatae Mariae semper Virgini,
beato Michaeli Archangelo,
beato Ioanni Baptistae,
sanctis Apostolis Petro et Paulo,
omnibus Sanctis,
et vobis, fratres / et tibi, mater storica artis:
Ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken
durch meine Schuld, durch meine Schuld,
durch meine übergroße große Schuld.

Ich beteiligte mich mit großem Vergnügen und ohne Bedauern an Social Media Aktionen des Städelmuseums Frankfurt (siehe Beitragsbild oben). Tief gebeugt verlinke ich auf den ersten sündigen Artikel in diesem verkommenen Blog. Und das Video aus der Hölle Googles.

Die Aktion #wirziehnfallera der Kunsthalle Karlsruhe, ausgearbeitet von den Herbergsmüttern, liebte ich so sehr, dass ich mehrere male darüber bloggte, ohne Imprimatur eines staatlich anerkannten Feuilletons.
Sogar ein diabolisches Storify erstellte ich in deren satanischen Servern.

Screenshot meines Storify „#wirziehnfallera“ (Klick ins Bild um es aufzurufen.)

Sogar die Ausstellung in Karlsruhe besuchte ich Kunstunwürdiger, um (ich zitiere Frau Kikol): „Instagram und Facebook mit lustigen Einträgen zu versorgen, natürlich unter der Vorgabe entsprechender Hashtags.“

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe mit Plakat zu „Unter freiem Himmel“
3 mal Windows…


Auch hier vergriff ich mich an der heiligen Kunst des Videos.

Jetzt steinigt mich also ihr Obersachverständigen und Magister der Künste, geißelt mich in allen virtuellen Fegefeuern.

Ideo precor beatam Mariam semper Virginem,
beatum Michaelem Archangelum,
beatum Ioannem Baptistam,
sanctos Apostolos Petrum et Paulum,
omnes Sanctos,
et vos,

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, Städelmuseum, Herbergsmütter und allen, die im Netz die Kunst vernetzen und vermitteln:
Hört nicht auf in eurem Tun. Twittert, Instagramt, Fatzebucht, Printerest, Snapchattet weiter und ladet uns Sünder weiterhin ein, damit die Pforten des Widersinns standhalten den Anfeindungen der Gazetten, auf dass wir erreichen die Verheißungen des Joseph Beuys und seiner sozialen Skulptur!

Verzweifelt nicht, denn irgendwann werden die Künstler dies bestimmen, unsere Social Medias in ihre Kunst integrieren, uns wahrhaftig partizipieren, wie im Hackmuseum gesehen:

Amen!

Randnotiz für mich! Ich bin stolz auf mich all die unflätigen Sätze in meinem Kopf NICHT gebloggt zu haben. Gespannt bin ich, was ich als akkreditierter Blogger auf der Frankfurter Buchmesse von den Printpressemenschen erleben werde.