Sinnlicher im Februar

Fürs Protokoll und meine Erinnerungen, damit ich’s nicht vergesse.

Seit Wochen lag diese Graue Glocke über uns. Ich hatte die Nase voll! Im Februar startete ich einfach durch. Befreit von allen sonstigen (kleinen) Aufgaben startete ich ein kulturelles Feuerwerk, ging wirklich einmal ins Kino.

 

Samstags dann Jazz-Klassik-Crossover. Der Link zum Blogpost kommt am 5. erst dran. Siehe weiter unten.

#ariabincode #stilledeslichts #crossover #jazzclassic #videoperformance

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2 x Theater. Wollte ich unbedingt sehen, auch wenn es an zwei folgenden Tagen war.

Ich mochte das sehr. Eine bitterböse Komödie.

paradies spielen (abendland ein abgesang) von Thomas Köck, ehemaliger Hausautor des NTM mit Twitteraccount. Ein bedrückendes Stück, voller erzählerischer Wucht. Fiel einml aus, jetzt konnte ich es sehen. In seiner Hausautorenzeit sprach ich einige male mit ihm, bei seinen Veranstaltungen, wir tweeteten auch davor. Das schafft besondere Spannung auf die Werke. Ich hätte dieses Stück gerne auf der großen Bühne gesehen. Vor allem auch die Video-Sequenzen.

Screenshot NTM zu „paradies spielen“ von Thomas Köck

 

Undokumentiert am Dienstag das umjubelte Abschlusskonzert (Jazz) an der MuHo Mannheim in der Feuerwache vom Brasilianischen Saxofonisten Joander Cruz.

Nachts danach fand ich dann noch den Artikel in einer lokalen Ausgabe des Mannheimer Morgen zur Spätlese #20. Ein schnell gestrickter Artikel mit Copy & Paste aus meinem Blog. Das ist aber vollkommen in Ordnung. So kamen meine #twly in den Print! Das war der Blogpost.

Meine #twly 2017

Die Abschlusskonzerte gingen weiter. Ich gehe da gerne hin. Meist sind das fantastische Konzerte. Anders, weil es da Vielfalt zu hören gibt, auch Eigenkompositionen, Arrangments der jüngen Künstler.

Dann zweimal Kunst & Museum. Darmstadt beschrieb ich hier.

Fluxus an Gold und Mastodon, jawoll Kaiser Willem.

Ich hatte ein Early Bird-Ticket für die Rubens-Ausstellung im Städel.

https://twitter.com/mikelbower/status/961602896105222145

Mitten im Museum in Darmstadt hatte ich Angst um meine Knie! Doch mehrstündige Museumsbesuche sind Leistungssport! Dieses Getrippel und Getrappel, das Umherstehen geht in die Beine. Aber ich wollte nach Frankfurt. Jetzt. Weil die Gelegenheit günstig war und…..

 

 

#treppenhausfreitag Ecce Homo… Rubens an der Wand

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Wie immer erzählt das Städel auf allen Kanälen von der Ausstellung. Besser als ich es könnte. Guckt. Vor allem das Digitorial.

Die Gazetten sind bereits voll davon. Es wird bestimmt noch mehr. Hier die FAZ. Die Süddeutsche.

Die Hessenschau hat berichtet. Hier der Link, obwohl niemand weiß, wie lange das noch in der Mediathek sein wird.

So. Ich mach jetzt mal langsam. Alles verdauen. Ach so ja! Mainz bleibt Mainz guckte ich auch. War schwächer denn das letzte Mal. Warum auch immer. Es ist Rosenmontag heute. Ich werde das nicht zelebrieren, dieses Jahr. Aber allen Fsnachtsgläubigen sende ich Ahoi, Helau und Alaaf.

Orphismus, Lyra, Laterne und eine Disc [Update I, II]

(Beitragsbild: Wandtext zum Begriff „Orphismus“ in der Ausstellung)
tl;dr
Ich war im Wilhelm-Hackmuseum in Ludwigshafen. Pressegespräch zur Ausstellung:
[update weiter unten: Auch bei der Lesung mit Ragna Pitoll war ich in in der Stadt der Fawwerik.]

Stimme des Lichts – Delaunay, Apollinaire und der Orphismus.
2/12/2017 – 02/04/2018 Öffnungszeiten, Tickets &mehr.. Die Anfahrt wird hier beschrieben.

Mein Fazit:

Ich war schon lange gespannt, was das gibt. Orphismus. Noch nie gehört. Eine Erfindung eines Dichters. Prima. Apollinaire, noch nie gehört. Orpheus. Spontan stellen sich musikalische Erinnerungen ein. Ich hab euch eine Playlist gemacht. Könnt ihr beim lesen vielleicht nebenher hören. Kennt ihr bestimmt auch. Sind Hits!

Irgendwann bekam ich auf Twitter mit, dass Artefakt Kulturkonzepte die Ausstellung begleiten, auch im Netz. Wir hatten uns bei der Noldeausstellung von Böhringer im Museum Wiesbaden kennengelernt, wo sie auch das Socialmedia-Event managten. Ich berichtete. Kurzer Hand lud man mich nach zwei Tweets per DM zur Pressekonferenz ein. Ein Treffen entlang der Engelhornlinie sozusagen… Engelhorn BASF, Urenkel Engelhorn Böhringer. Die BASF ist Hauptsponsor des Hack an sich und dieser Ausstellung im Besonderen. Ich komme noch drauf. Das Headquarter ist ja nur ein paar KM vom Museum weg, wie alles in LU und MA. So machte ich mich auf den Weg.


Pressekonferenz. Also eine Old-Scool-Media-Veranstaltung, kein Social-Media-Gedingse, die ich sonst gewöhnt bin. Pressemappe, Begleitbuch. Jede Menge Papier, kein #hashtag, keine Buttons mit dem Account. Keine spontane Folgen auf Instagram, kein „und auf Twitter? Auf Facebook hab ich dich schon geliked“ Die Presser*innen kennen sich wohl doch, ist ja eine Geheim-Community von Freien und Unfreien :). Ich kannte nur die Artefakt-Leute. Niemand nutzte ein Smartphone, außer den Artefakten und mir. So weit ich das mitbekam. Nun ja. Print lebt und das Dampfradio und das Färnsehen.

Pressegespräch im Hack

Von links (wühlt in der Pressemappe nach Namen), tolle Erfindung!
Direktor René Zechlin, Karin Heyl, BASF -Kultur, Sport und Soziales-, Prof. Dr. Cornelia Reifenberg Kulturdezernentin Ludwigshafen, Dr. Nina Schallenberg, die „Stimme des Lichts“, also die Kuratorin davon. Orphismus, Lyra, Laterne und eine Disc [Update I, II] weiterlesen

Meine #twly 2017

Für das Protokoll und zum vergnüglichen Nachlesen.
Live-Lesung im Theaterarenal Felina zur Spätlese #20 am 24.1.2018


Lesung direkt vom Blog im Netz bei der Spätlese #20. Danke für das Bild Dr. Angela Wendt.

Meine #twly 2017 weiterlesen

Storify exportieren und nach WordPress importieren.

Storify wird von Adobe im Mai 2018 abgestellt. Nun ja. Ich wollte heute endlich daran gehen meine Blogartikel per Hand nachzurüsten. Ich befragte vorher noch Google und siehe da! Ein Held hat ein Tool entwickelt um Storify in eine WordPress-Seite oder -Post zu importieren. Alan Levine heißt der Mann! Den Importer findet man unter Storify Embeddable Link Extractor. Das ist kostenlos und auch als Open Source zum downloaden. Funktioniert aber auch online auf Alans Github-Seite. Auf Wunsch erkläre ich das hier noch einmal auf deutsch, vielleicht interessiert es ja noch jemand.
Storify aufrufen. URL mit .html ergänzen und aufrufen wie z.b.
https://storify.com/mikelbower/als-der-sommer-17-wurde > https://storify.com/mikelbower/als-der-sommer-17-wurde.html
Diese neue URL im Browser besuchen. Im Browser den Seitenquelltext öffnen. (-> Rechte Maustetaste). Den Quelltext kopieren und im Extractor einfügen. Im unteren Feld nun den Text mit den URLS kopieren und in WordPress-Post oder Seite einfügen. Im Textmodus!

Screenshot von Storify Embeddble Linkextractor.

Fertig, aktualisieren oder veröffentlichen. Funktioniert! Siehe hier.
Ich werde nach und nach meine Storifys so importieren. Dann ist alles auf dem eigenen Webspace. Ich weiß nicht ob es rechtens wäre die Storifys von Tweetups von Museen etc, auch zu importieren. Das lass ich lieber.
In Zukunft werde ich das gleich hier machen, im Post oder vielleicht eine eigene Seite dazu anlegen.
Ich weiß, man kann einfach die URL in WordPress im Textmodus einfügen, aber das funktioniert nicht immer, weiß der Kuckuck warum. Ich wähle lieber die [embedded]-Methode. Also Twitter nach #hashtag absuchen, oder bei Instagram, sonst wo finden und die URL unter Medien „Von URL einfügen“ eingeben.

Kann man hintereinander machen. Man könnte das auch händisch eintippen. Sieht beides dann so aus.
Wenn sie Twitter und Instagram auch dichtmachen dann, ja dann weiß ich auch nicht. Na ja Twitter Backup habe ich ja. Von Instagram auch via Vibbi. 🙂
Was man nicht alles macht als Rentner.

Nicht blinzeln – #cezanders

Michael Bauer vor „Portrait eines Bauern“, Paul Cézanne ca 1900, im Besitz von National Gallery of Canada.

Ich blinzelte nicht! Zwei Bauern halt. Man beachte, dass ich ein Hemd trug, fast in der Pantone-Farbe des Jahres 2018!
Ich war in der Ausstellung „Cézanne – Metamorphosen“ in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe. Noch zu sehen bis zum 11. 02. 2018.
Die Kunsthalle Karlsruhe hegt und pflegt ihre Blogger-Relations. Wie die Journalisten von Funk, Fernsehen und Print auch, kann man sich als Blogger akkreditieren. Der Wille auch im Social-Medi Bewerb mitzuhalten, zu locken, dokumentierte sich schon im Ausstellungsbanner. Musste ich twittern.


Das war dann auch der letzte Tweet.


Wie unsichtbarer Nebel hing eine Glocke aus Grau über der Oberrheinischen Tiefebene. Nicht blinzeln – #cezanders weiterlesen

Ent­mys­ti­fi­zie­rt 1968

Mythos 1968. (Willkürlich aus der Erinnerung herausgefischte Dinge, längst nicht vollständig.)
Außerhalb der Gymnasien und Hochschulen tat sich auch so manches. Quelle.
1968 saß die NPD in 7 Landtagen. In Baden-Württemberg mit fast 10 %. Quelle.
Die Jahreshitparade 1968 wurde von Heintje mit Mama angeführt. Er hielt auch Platz 2 und 4. Quelle.
Bundeskanzler einer großen Koalition war Kurt Georg Kiesinger. Ehemaliges NSDAP Mitglied. Quelle.
Finanzminister war der CSU-Vorsitzende Franz Joseph Strauß. Quelle.
Am 21.8.1968 besetzten Truppen des Warschauer Pakts die Tschechoslowakei. Quelle.
In Rom verbietet der Papst die Pille. Enzyklika Humanae Vitae. Quelle.
Agent Orange der Firmen Monsanto, Dow Chemicls und Mobay (Gemeinschaftsunternehmung von Monsanto und Bayer AG) wurde 1968 auf dem Höhepunkt des Vietnamkrieges in Massen versprüht. Quelle.
In Leipzig wird die Universitätskirche von Staats wegen gesprengt. Quelle.

Also solche Dinge will die CSU 2018 mit einer Konservativen Bürgerlichen Revolution wegwischen. Quelle.
Man sollte das Jahr entmystifizieren, damit die Dobrinds & Co ihr Gefasel anders begründen müssen.

Ich war 16, hatte meinen ersten Ferienjob für 3,60 / Stunde in Mannheim-Käfertal und begann häufiger zu schreiben. Im späten August nach dem Ende des Prager Frühlings, nach Feierabend, die Amerikaner fuhren ihre Panzermassen zu einem Großmanöver der Nato auf der nahen Autobahn, wg Prag.

(Ohne Titel)
Der Tag ist schön, mir ist es heiß,
Die Straße dampft, ein Panzer rollt vorbei,
Es ist kein Krieg,
Nein
Nur die Beschützer
Die Arbeit rollt auf Panzerrädern

Ein Krankenwagen rollt vorbei,
Nein,
Es ist nichts dabei,
Der Mann lebt weiter
Ohne Beine.

Und alles fährt der Arbeit zu,
In Auto, Fahrrad, Straßenbahn,
Und überall der gleiche Ausdruck,
Müde, Pessimismus, Optimismus, Masse.

Ich rolle auch, die Sonne sticht.
Schildkröten ziehen vor mir her
Ihre Auspuffgase nehmen mir die Luft
Ich kann nicht mehr.

Ich habs satt, es kotzt mich an
Ich kanns nicht mehr ertragen!
Ich gehe in die schöne, weiße Vorstadtapo – Theke
ich bekomme meinen Shit – High.

Ich freue mich und plötzlich sehen die Gesichter anders aus.
Sie sehen mich an und lächeln hold.
Ein freundliches Gesicht gibt Zyankali seinen Ratten.

Für mich und viele andere war 1969 mit Woodstock wichtiger. Doch.

Blogcharts 2017

Weil es gerade en vogue ist will auch ich meine 10 meist gelesenen Blogartikel hier listen.
Ist tatsächlich interessant! (Für mich wenigstens.)

1 Beherzt 1

Ich weiß nicht warum, aber das ist schon seit 2 Jahren der meistgelesene Artikel. Ob alle Bürgerbühnler da ‚reinlesen? Oder was ist an dem Wort „beherzt“ so interessant, dass die Suchmaschinen darauf so abfahren?
Beherzt 1

2 Blogger, Awards und #sunflowers auf der #fbm17 (Tag 3)

Wer sucht denn da dauernd nach Blogger-Awards? Die Sonnenblumen sind aber auch gefragt. Das Messebloggen bringt Traffic!

3 Blickkultur

Das überrascht mich jetzt nicht wirklich. Blogparaden von und mit Tanja Praske bringen Traffic! Hier: „Verloren und wiedergefunden , mein Kulturblick“ des Archäologischen Museums Hamburg.

4 Tennisbloggen , alla hopp!

Wieder was mit Tanja Praske, aber das Interesse gilt tatsächlich „Tennnis Blogs.“ Das wird die Besucher dann doch überraschen, wenn sie als erstes den Wormser Dom sehen. 🙂

5 Tweetup #duerer im @staedelmuseum

Auch ein Dauerbrenner seit 4 Jahren! Dürer zieht halt! Das ist der erste Blogeintrag, in dem ich ein Storify einband. Diese Plattform verschwindet leider im Mai 2018 aus dem Netz. Ich bin gespannt, wie das dann aussehen wird. Meine eignen Storifys werde ich nacharbeiten, die Links zu Twitter und Instagram sind ja jetzt ganz einfach in WordPress einzubinden. Ob sich eine ähnliche Plattform etablieren wird? Gerade für Social-Media-Events war das ja enorm praktisch.

6 Warum geifert ihr nur so, ihr Gazetten…

In der Zeit wurden Social-Media-Aktionen einiger Museen gebasht, von oben herab, in vollkommener Unkenntnis, was solche Aktionen bringen oder sein sollen, bildungsbürgerliches Gewäsch. An zweien war ich beteiligt. Ich musste mich erregen. Nein, ich bin kein Wutbüger, nein!

7 #IseeNolde im Museum Wiesbaden

Meetup in Wiesbaden. Das war eine feine Veranstaltung zu „Emil Nolde – Die Grotesken“, organisiert von der Agentur Artefakt. Interessant, dass hier die Einladung an Instagrammer, Twitterati und Kulturblogger ging. Nicht allgemein an SoMe Kundschaft. Beachtet die Blogger-Relations, es wirkt!

8 Geister und Realitäten

VR! Scheint das Thema zu werden. Langsam aber sicher. Mein Bericht zu „Der Geisterseher“ bei den Schillertagen des Nationaltheaters Mannheim. Ein Stück von CyberRäuber nach Schiller.

9 Isch bimms, Alda

Ein Dialekt-Gedicht in den Charts! Aber wohl nur, weil die Vong-Sprache durch „I-Bimms“ als Jugendwort des Jahres zu Ehren kam. Übrigens ich bin aktuell 65. :))

10 Grüne Schatten über dem Sommertheater vergessen zu gewittern

Warum suchen die Menschen nach grünen Schatten? Interessant. Das spülte einen Re-Post aus 2002 mit lyrischer Prosa nach oben.

Na dann, Statistik muss auch einmal sein, gell! Übrigens finden sich hier 2098 Posts.